Straußjugend Münchwies
Wem is die Seit??? ;)

Über uns

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Zur Straußjugend gehören Jungendliche aus dem Ort Münchwies, die zwischen 16 und ca. 99 Jahre alt sind. Doch auch Auswärtige finden durch gute Freunde den Weg zu der Straußjugend und sind mittlerweile auch ein fester Bestandteil.
 
Die Sitzungen dienen dazu, den Ablauf der Kerb zu planen, weitere Aktionen außer der Kerb durchzuführen (wie Wanderungen z.B.) und die T-shirts rechtzeitig bis zum Kerwe Wochenende im September (das letzte Wochenende im September!) fertig zu stellen. An diesem Wochenende nämlich findet das statt, worauf ein echter Straußbub das ganze Jahr lang wartet:
 
Die Kerb
"Geboren" wird die Kerb (Kirmes) an jenem Tag, an dem das letzte von mehreren Hundert bunten Bändchen an den Kerwestrauß "geknibbelt" (gebunden) wird.

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Dann ertönt auch zum ersten Mal der "Schlachtruf" der Straußbuwe:
 
"Wem is die Kerb?" UNSER, vom Nawel bis zum Strunzer
 
Samstags bzw. Sonntags (je nachdem wann das Fußballspiel statt findet) treffen sich die Straußbuwe alle auf dem Sportplatz und feuern die Fußball Mannschaften an, danach wird der Kerweplatz besucht. Natürlich werden alle Fahrgeschäfte auch auf ihre Tauglichkeit überprüft und so mancher Schausteller musste schon sehr starke Nerven bewahren.
 
Samstag abends wird die Kerwedisco der JU besucht. Muss ich eigentlich erwähnen, dass das Tragen des Straußjugend-T-Shirts über die Kerb Pflicht ist? Die Live-Bands bei dieser Disco wurden schon desöfteren lauthals von der Straußjugend unterstützt (erinnere mich vor allem an die Kerb 2006: HUMBA HUMBA täterä!!)

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Sonntags morgens findet die Straußjugend schon ziemlich früh zusammen. Für einige wohl zu früh, da es mittlerweile auch schon ein fester Bestandteil ist, die fehlenden Leute beim Dorfrundgang einzusammeln, was nicht für jeden „Langschläfer“ angenehm enden muss und das „Verschlafen“ kann auch sehr teuer werden..
Wie schon erwähnt, gibt es sonntags morgens den Dorfrundgang. Die Straußjugend zieht mit dem mit Bändchen geschmückten Kerwestrauß lauthals durchs Dorf. Dies wird von Einheimischen auch teilweise schon sehnlichst erwartet und die Straußbuwe und Straußmähd werden mit Hochprozentigem oder mit Geld gefördert bzw. auch abgewimmelt....
Beim Dorfrundgang werden auch die Straßen des Dorfes durch die Straußjugend gesperrt und alle vorbeifahrenden Fahrzeuge müssen einen Wegzoll entrichten (Dies kann aber auch schon mal schmerzlich enden, wenn ich mich daran erinnere, dass mal eine Radfahrerin vom Rad „geholt“ wurde und ein Straußbub mal prüfen wollte, ob der Spiegel eines fahrenden Autos auch einklappt)
 
 
 
 Am Sportheim angekommen wird zuerst der "Kerwestrauß" aufgehängt.

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Anschließend wird der Gemeinde von einem auf der Leiter stehenden Straußbub die "Straußred" vorgetragen.
Diese Straußredd ist auch ein Heiligtum der Straußjugend. Sie deckt alle Schandtaten, Dummheiten, Skandale, Kuriositäten des vergangenen Jahres auf. Sie wird in Reimform (natürlich in Mundart!!) vorgetragen und keiner weiß (bis auf die wenigen Mitglieder, die die Rede verfasst haben) wer oder was in der Straußredd vorkommt. So mancher Einheimischer hat schon die ganze Straußredd lang gezittert und gehofft oder ist schon gar nicht zur Straußredd erschienen.
 
 
Allerdings besteht eine Schwierigkeit darin, dass man in der Straußredd keine Namen verwenden darf. Also muss man die Leute immer umschreiben, was nicht immer leicht ist. Jedoch sind die Umschreibungen meist so präzise, dass man mit ein bisschen Überlegen auch drauf kommt, wer gemeint war. Aber nicht jeder weiß wer gemeint war und so manche Geschicht kam erst durch die Straußredd ans Tageslicht. Dies sorgt dafür, dass die Straußredd den Rest des Sonntages in aller munde ist („wähschd du wer das war?“)
 
 
Während der Straußredd wird der ganze Stolz der Straußjugend feierlich getauft: der Kerwestrauß. Dieser verharrt dann solange am Sportheim bis die Kerb beendet ist (bzw. bis die Dübel nicht mehr halten, was aber zum Glück erst nach Beendigung der Kerb passiert ist)
 
 
Ein Muss am Kerwesonntag für alle Straußbuwe und auch Nicht-Straußbuwe ist im Sportheim die LIVE-MUSIK mit Frank Puhl (hier noch einen herzlichen Gruß an dich Frank! O-Ton Frank Puhl, Kerb 2006 : „Also ihr sinn eindeutig besser als unser Straußbuwe!!“ Anm. d. Administrators: Frank kommt aus Frankenholz!!!!!). Hier bleibt kein Auge trocken und natürlich kein Straußbub nüchtern. Vor allem beliebt, nicht nur bei der Straußjugend ist sein berühmtes Haarmann-Lied.
 
 
So manch einem Straußbub oder Straußmähd fällt es aufgrund des Samstages und des Sonntages deshalb auch schwer am Montag Morgen pünktlich um 10.00 Uhr zum Frühschoppen zu erscheinen. Dieses gemeinsame Frühstück trennt leider auch schon mal die Spreu vom Weizen. Vor allem die kulinarischen Zusammenstellungen an diesem Morgen, nach diesem Wochenende erheitern immer die Runde oder lassen auch schon manchen gestandenen Straußbub erblassen.
 

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Mittwochs letztendlich trifft sich die Straußjugend beim Kerwesse, um danach bzw. davor ihrer Kerb ein würdevolles Begräbnis zu bereiten.
 
Die sogenannten „Straußjugend-Azubis“, also die neuen Mitglieder, dürfen dann ein Grab für die Kerb ausheben.
 

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Danach werden die Überreste der Kerb (Straussred, Bierdeckel etc.) bestattet. Hierbei begräbt jeder mindestens einen Gegenstand, den ihn an die Kerb erinnert.
 

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Nach dieser würdevollen Bestattung ist die Kerb tot.
 
 
Doch nach der Kerb ist vor der Kerb!!!